Die Passform optimieren

  • Eine Dichtsitzprüfung, um die Passform zu optimieren, ist wesentlicher Bestandteil eines allgemeinen Arbeitsschutzprogramms. Sie hilft dem Träger, das passende Produkt für den Arbeitsschutz in der richtigen Größe auszuwählen und schult im korrekten Gebrauch, sodass ein angemessener Schutz gegen die Gefährdungen am Arbeitsplatz gewährleistet ist. Das Konzept der „Dichtsitzprüfung“ bzw. des Fit-Tests ist ursprünglich eine anerkannte Methode für anliegende Atemschutzmasken sowie Gehörschutz und Augenschutz, dem Prinzip nach aber auf jede PSA übertragbar.


Wie hilft die Dichtsitzprüfung, die Passform zu optimieren?

    • Kernelement des Programms zum Arbeitsschutz
    • Bewertet die Passgenauigkeit einer PSA für den Mitarbeiter
    • Beurteilt außerdem Tragekomfort, Kompatibilität und Gesamteignung für den Träger
    • Eine Fit-Test als ideale Gelegenheit zur Unterweisung des Mitarbeiters im Gebrauch und richtigen Anlegen der PSA

Weltweit existieren mehrere Ansätze zur Umsetzung von Dichtsitzprüfungen. Dabei sind grundsätzlich zwei Verfahrensweisen bei Fit-Tests verbreitet: die qualitative und die quantitative Dichtsitzprüfung.


Dichtsitzprüfverfahren

  • Qualitativ – ein einfaches Ja/Nein-Verfahren basierend auf der subjektiven Wahrnehmung des Trägers

    • Liefert ein einfaches GUT/SCHLECHT-Ergebnis aufgrund der subjektiven Einschätzung des Trägers oder eingeschränkter objektiver Messungen (z. B. Druckdurchlässigkeit bei bestimmten vorgeformten Gehörschutzstöpseln)
    • Träger entscheidet, ob die PSA für den Arbeitsschutz passt oder nicht (z. B. anhand von Geschmack/Geruch bei filterndem Atemschutz)
  • Quantitativ – liefert quantifizierbare Informationen und einen Wert, der zu den Gefährdungen am Arbeitsplatz in Bezug gesetzt werden kann

    • Objektives Maß für den Dichtsitz eines Produkts
    • Bei filterndem Atemschutz Vergleich gegen einen Mindestbefund bei der GUT/SCHLECHT-Beurteilung
    • Bei Gehörschutz drückt der Wert den PAR (Personal Attenuation Rating)-Wert, den persönlichen Dämmwert aus.

Was ist der Unterschied zwischen Dichtsitzprüfung und Dichtsitzkontrolle?

Der Dichtsitz kann mittels einer offiziellen Dichtsitzprüfung oder einer einfachen Dichtsitzkontrolle getestet werden. Die Dichtsitzkontrolle ist eine sehr einfache Methode festzustellen, ob die PSA vom Träger korrekt angelegt ist – sie gibt keinen Aufschluss über den erzielten Schutzgrad.

  • Dichtsitzkontrolle

    • Wird vom Mitarbeiter/Träger immer beim Anlegen der PSA durchgeführt
    • Gute Gewohnheit festzustellen, ob die PSA richtig angelegt ist
    • Im Verantwortungsbereich des Mitarbeiters
    • Deckt grobe Fehler in Passform und Sitz auf
    • Anleitung hierzu in der Gebrauchsanweisung
  • Dichtsitzprüfung (Fit-Test)

    • Immer bei der Umstellung auf ein neues Modell der PSA durchzuführende Prüfung, um die Passform zu optimieren
    • Durchführung durch eine vom Arbeitgeber benannte sachkundige Person
    • Im Verantwortungsbereich des Arbeitgebers und in einigen Ländern Vorschrift zum Arbeitsschutz

Andere 3M Seiten:
3M Online-Shop
Folgen Sie Uns