Verklebung von Schaumstoff bei der Polsterung in einem Auto

Lösungen für das Kleben von Schaumstoff

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Kleben von Schaumstoff für Profis

Schaumstoffe sind im täglichen Leben weit verbreitet: Sie werden in allen Bereichen von Polstern und Matratzen bis hin zu Dämmstoffen verwendet. Sie basieren auf einer breiten Palette von Kunststoffen als Rohmaterial. Allerdings eignet sich nicht jeder Klebstoff für alle Materialien. Angesichts der vielen verschiedenen Ausführungen kann es daher nützlich sein, immer vorher zu testen, wie sich der Klebstoff auf kleinen Materialproben verhält.

  • Schaumstoff eignet sich ideal zum Polstern von harten Oberflächen oder weichen Sitzflächen, als Schutz bei Verpackungen, zur Schalldämmung, als Heizungsisolierung oder als Kerne für Fahrzeugstoßdämpfer. Das Material ist außerdem heutzutage im Kunsthandwerk sehr beliebt. Im Prinzip sind Schaumstoffe industriell gefertigte Materialien mit einer Zellstruktur und geringer Dichte. Schaumstoffe können komprimiert werden, wobei sich ihr Volumen durch Druck erheblich reduziert. Komponenten aus Schaumstoff sind aufgrund ihrer Struktur beinahe frei von internen Spannungen.

    Dabei werden je nach Zellstruktur unterschieden:

    • Geschlossenzellige Schaumstoffe: bei diesen sind die Zellwände vollständig geschlossen z. B.

      • Silikonschaum
      • PVC-Schaum
      • Neopren-Schwamm-Mischung
      • Vernetzter Polyethylenschaumstoff
      • EPDM-Schaumstoff-Mischung
      • Kork
      • EVA-Schaum
      • Nitril-Schwamm-Mischung

       

    • Offenzelliger Schaumstoff: Die Wände zwischen den einzelnen Zellen sind nicht geschlossen, wodurch dieses Material Flüssigkeiten absorbieren kann.

      • PU-Ester
      • PU-Ether
      • Mikrozellularer Schaumstoff
      • Schwammgummi
      • Filz
      • Melamin-Schaumstoff
      • Polyamid-Schaumstoff
    • Feste Schaumstoffe

      • Natürliches Gummi-Harz
      • Styrol-Budadien-Kautschuk (SBR)
      • Butylkautschuk
      • Santoprene
      • EPDM-Kautschuk
      • Silikon-Gummi
      • Neoprenkautschuk
      • Buna-Nitril

  • Im Prinzip eignen sich alle Kunststoffe zum Aufschäumen z. B. Polyurethan (weicher/fester PUR-Schaumstoff), Polypropylen, EPP (expandiertes Polyurethan), expandiertes Polystyren (EPS), expandiertes Polypropylen (EPE). Die jeweiligen Eigenschaften werden dabei durch die Auswahl der Rohmaterialien bestimmt. So entstehen beispielsweise stark vernetzte Hartschaumstoffe, wenn kurzkettige Polyole verwendet werden, während weiche bis elastische Schaumstoffe aus langkettigen Polyolen hervorgehen.

    Bei der physischen Aufschäumung wird das Material durch einen physikalischen Prozess expandiert.
    Beim chemischen Aufschäumen wird zum Kunststoffgranulat ein Treibmittel hinzugegeben (z. B. Pentan oder CO2), das sich als flüchtige Komponente abspaltet, sobald Wärme hinzugeführt wird. Das Ergebnis: die Schmelzschäume.
    Die meisten Schaumstoffe werden mittels Schaumextrusion hergestellt: Der erhitzte Kunststoff dehnt sich um das 20- bis 50-Fache seines Volumens aus, während er aus einer perforierten Düse herausfließt. Rotierende Klingen kürzen dann die sich ergebenden Schaumstoffstränge zu Schaumstoffpartikeln von wenigen Millimetern Größe.

    Beim Formungsprozess werden geschlossenzellige Schaumstoffperlen (aus EPE, EPP oder EPS) zu Schaumstoff-Formteilen wie Werkzeugkästen oder Transportverpackungen verarbeitet. Derartige Materialien haben ein enormes Potenzial für den Leichtbau und weisen eine gute thermische Isolation auf, da sie zu über 90 Prozent aus Luft bestehen.

    Der Chemiegigant BASF verwendete kürzlich eine spezielle Partikel-Schaumstoff-Technologie, um unter dem Namen Infinergy erfolgreich den ersten expandierten Thermoplast-Polyurethan-Schaumstoff (E-TPU) der Welt herzustellen. Der neue geschlossenzellige Partikelschaumstoff wird, unter anderem als Federung bei neu entwickelten Laufschuhen auf den Markt gebracht.

    Verklebung von Schaumstoffen
    Die verschiedenen Arten von Schaumstoff können mit zahlreichen Klebstoffen verklebt werden. Welcher davon am besten geeignet ist, hängt von der Art des Schaumstoffs und dem zu klebenden Substrat ab.

    Die bekannten festen Schaumstoffe wie Polystyren, auch bekannt als Styropor lassen sich zum Beispiel gut mit Dispersionsklebstoffen verkleben, wobei sie eine Verbindung eingehen, die nur schwer wieder getrennt werden kann. Allerdings lösen Lösemittelklebstoffe (z. B. Allzweck-Klebstoffe) das Material auf. Offenporige Schaumstoffe aus Polyurethan, auch „Schaumgummi“ genannt, können wiederum recht gut mit handelsüblichen Allzweck-Klebstoffen verbunden oder befestigt werden.

    Einige Arten lassen sich allerdings fast gar nicht kleben: Polyethylen-Schaumstoff, der zur Herstellung von Schlafmatten verwendet wird, kann zum Beispiel überhaupt nicht mit Klebstoffen befestigt werden. Hier wäre es besser, das Material zu verschweißen. Dazu sollten Sie die zu verbindenden Oberflächen mit einem Heißluftgebläse erhitzen, bis sie zu schmelzen beginnen, und dann fest zusammendrücken bis sie aneinander haften.

    Beim Verkleben von Schaumstoff können auch Probleme auftreten. Da Schaumstoff zum Beispiel sehr elastisch ist, löst er sich oft schnell wieder vom Substrat ab, wenn keine geeignete Klebetechnik verwendet wird.

  • Die verschiedenen Arten von Schaumstoff können mit zahlreichen Klebstoffen verklebt werden.

    Die bekannten festen Schaumstoffe wie Polystyren, auch bekannt als Styropor lassen sich zum Beispiel gut mit Dispersionsklebstoffen verkleben, wobei sie eine Verbindung eingehen, die nur schwer wieder getrennt werden kann. Allerdings lösen Lösemittelklebstoffe (z. B. Allzweck-Klebstoffe) das Material auf. Offenporige Schaumstoffe aus Polyurethan, auch „Schaumgummi“ genannt, können wiederum recht gut mit handelsüblichen Allzweck-Klebstoffen verbunden oder befestigt werden.

    Einige Arten lassen sich allerdings fast gar nicht kleben: Polyethylen-Schaumstoff, der zur Herstellung von Schlafmatten verwendet wird, kann zum Beispiel überhaupt nicht mit Klebstoffen befestigt werden. Hier wäre es besser, das Material zu verschweißen. Dazu sollten Sie die zu verbindenden Oberflächen mit einem Heißluftgebläse erhitzen, bis sie zu schmelzen beginnen, und dann fest zusammendrücken bis sie aneinander haften.

    Beim Verkleben von Schaumstoff können auch Probleme auftreten. Da Schaumstoff zum Beispiel sehr elastisch ist, löst er sich oft schnell wieder vom Substrat ab, wenn keine geeignete Klebetechnik verwendet wird.

Schwarzes Bild mit einem Montageklebeband an der Seite

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Auswahl des richtigen Klebstoffs und Klebebandes

Welcher Klebstoff am besten geeignet ist, hängt von der Art des Schaumstoffs und der zu klebenden Oberfläche ab. Unten finden Sie eine Übersicht möglicher Lösungen zur Verklebung von Schaumstoff.

  • 3M Sprühklebstoffe im Einsatz
    Sprühklebstoffe

    Sprühklebstoffe sind echte Allrounder. Die Aerosole eignen sich besonders gut zum Verkleben von Schaumstoffen auf große Oberflächen und für harte Substrate wie Holz, Beton, Glasfasern (GRP) und Metalle. Der Vorteil dabei: Sie lassen sich schnell und einfach per Knopfdruck mit einer Sprühdose auftragen.

  • 3M Dispersionsklebstoffe im Einsatz
    Dispersionsklebstoffe

    Dispersionsklebstoffe wie 3M™ Fastbond™ 49, der 3M™ Fastbond™ 30NF und der 3M™ Fast Tack Dispersionsklebstoff 1000NF weisen ähnliche Eigenschaften und Anwendungsbereiche auf wie Klebstoffe auf Lösemittelbasis. Allerdings sind derartige Klebstoffe wasserdispergiert. Sie können auf eine oder beide Oberflächen aufgetragen werden.

  • 3M Schmelzklebstoffe im Einsatz
    Schmelzklebstoffe

    Schmelzklebstoffe eignen sich für temperaturunempfindliche Schaumstoffprodukte wie EPP und Polyethylen-Schaumstoff, während die Niedrigschmelztechnologie auch für temperaturempfindliche Substrate wie EPS verwendet werden kann. Übliche Schmelzklebstoffe wie die Niedrig- und Heißschmelztechnologien von 3M haben in flüssiger Form gute Benetzungseigenschaften und zeichnen sich bei Schaumstoffen und vielen anderen Materialien durch eine gute Festigkeit aus.

  • 3M doppelseitiges Klebeband im Einsatz
    Doppelseitiges Klebeband und Transferklebebänder

    Mit dünnen Klebstoffen können verschiedene Schaumstoffsubstrate oder Verbundstoffe mit einem starken und gleichzeitig sehr dünnen Klebeband oder Transferklebeband verbunden werden. Dabei bleibt das Gesamtprofil so dünn wie möglich. Doppelt beschichtete Klebebänder oder Transferklebebänder zeichnen sich durch Scherfestigkeit, Anpassungsfähigkeit und eine hohe Anfangshaftung aus. Schöne Designs durch nahezu unsichtbare Klebeverbindungen mit hohen, dauerhaften Festigkeiten, anstelle von sichtbaren mechanischen Befestigungsmethoden.


Verklebung und Montage von Schaumstoff in einer Rahmenkonstruktion

Webinare zu Klebeverbindungen und Montagelösungen

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