1. Feuchtigkeit und Schimmel bekämpfen

  • Feuchtigkeit und Schimmel bekämpfen

    Warum und wo entsteht Schimmelpilz?

    Schimmelpilze brauchen Nährstoffe und Feuchtigkeit, um sich zu entwickeln. Für letzteres dient oft Kondensationswasser, das sich wegen hoher Luftfeuchtigkeit, mangelnder Ventilation oder tiefen Temperaturen bildet. In Bädern, Duschen und Küchen sind diese Voraussetzungen oft gegeben. Für Feuchte an ungewünschten Orten können aber auch Leckagen am Dach oder in den sanitären Anlagen sowie Risse im Mauerwerk sorgen.

    Die Nährstoffe des Schimmelpilzes bietet der jeweilige Untergrund: Gipsplatten, Holz (auch hölzerne Fensterrahmen und Mauerpfeiler sowie gelagertes Brennholz) und Pressholzplatten bieten ihm ein gutes Milieu, ebenso aus Papier oder Pappe hergestellte Produkte, Kleister, Teppiche oder Möbel, in denen Feuchtigkeit eingeschlossen werden kann.

    Wie kann man den Schimmelpilz bekämpfen oder verhindern?

    Schimmelpilzbelastung und eine hohe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen führen zu einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Problemen:

     
     
    • Reizung der Augen, der Nase und des Rachens
    • Husten mit Schleimbildung
    • Kurzatmigkeit, keuchen
    • Asthmatische Symptome
    • Allergische Reaktionen

     

     

    Entdeckt man eine Stelle mit Schimmelpilz-befall, ist jeder Kontakt mit dem Pilz und den meist unsichtbaren Sporen zu vermeiden. 

    Die Entfernung und Reinigung muss fachmännisch von statten gehen, um die Keime nicht in der Umgebung zu streuen. Lassen Sie sich gegebenenfalls beraten! Dringend erforderlich sind Atemschutzmaske, Schutzbrille und Gummihandschuhen. Um eine Weiterverbreitung der Sporen zu verhindern, sollte die direkte Umgebung der befallenen Stelle mit Plastikfolie gut abgedeckt werden. Wichtig ist auch, während der Reinigung eine gute Durchlüftung des Raumes sicherzustellen. Alle feuchten und potentiell kontaminierten Materialien im Raum sind nach Möglichkeit zu entsorgen. Nicht zuletzt ist es entscheidend, die Quelle der Feuchtigkeit zu finden (und zu beheben), welche die Schimmelentwicklung ermöglicht hat. Zum Beispiel ein Riss im Mauerwerk, eine lecke Leitung oder Kondenswasser.

     

    Schimmel beseitigen

    Ein leichter Schimmelbefall (sog. „Stock-flecken“) kann mit einem Reinigungs- bzw. Desinfektionsmittel mit oder ohne Chlor behandelt werden: Lösung auftragen, einwirken lassen und danach mit reichlich Wasser und einem Schwamm abwaschen. Im Bedarfsfall wiederholen. Geht der Schimmelbefall jedoch tiefer, ist sämtliches kontaminiertes Material restlos zu entfernen. Befallene Tapeten empfiehlt es sich, die Fläche vorher mit einer Folie abzukleben, um die Freisetzung und Verbreitung von Schimmelpilzbestandteilen gering zu halten.

    Gut zu wissen

    Die Verwendung von Kunstharzfarben und verglaste Flächen reduzieren die Feuchtigkeitsaufnahmekapazität eines Raumes: Die Folgen sind eine höhere Luftfeuchtigkeit und ein reduzierter Luftaustausch, was für die Entstehung von Schimmel förderlich ist. Der Einsatz von Naturmaterialien sorgt für ein deutlich besseres Raumklima. Terrakotta, Gips und Kalkfarben zum Beispiel haben eine luftreinigende Wirkung.

    Tipps & Tricks vom Profi

    Wir möchten Sie daran erinnern, dass der Anwender für die Auswahl seiner persönlichen Schutzausrüstung verantwortlich ist und dabei immer sicher stellen muss, dass diese für seine Arbeitsumgebung geeignet ist.

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