1. Studienergebnisse: Wissenschaft ist wichtig. Oder etwa nicht?
Was wir erfahren haben: Wissenschaft ist wichtig. Oder etwa nicht?

Was wir erfahren haben: Wissenschaft ist wichtig. Oder etwa nicht?

Ist die Welt vereint in einer einzigen Ansicht über Wissenschaft? Es ist kompliziert …

Auf der ganzen Welt sind die Menschen von Naturwissenschaft fasziniert. Sie erkennen und schätzen ihren Einfluss. 90 Prozent geben an, dass sie sich „erwartungsvoll“ fühlen, wenn sie das Wort „Naturwissenschaft“ hören; 10 Prozent dagegen fühlen sich entmutigt. Wenn man jedoch ein wenig nachbohrt, ergibt sich ein vielschichtigeres Bild: 38 Prozent geben an, dass ihr Leben nicht viel anders wäre, wenn es Naturwissenschaft nicht gäbe und etwa ein Drittel gehört zu den Skeptikern.

  • Den Stars näherkommen: sind Naturwissenschaftler die neuen Promis?

    Wir haben Deutsche gefragt, mit wem sie lieber bei einem Abendessen plaudern würden: Eckhard von Hirschhausen oder Helene Fischer? 69 Prozent haben sich für Eckhard von Hirschhausen entschieden. Ein vergleichbares Bild ergibt sich bei dem Paar Ranga Yogeshwar und Manuel Neuer. Auch hier trägt der Wissenschaftler den Sieg davon. Tatsächlich zeigen die Antworten aus allen Ländern, dass Wissenschaftler auf der ganzen Welt einen kleinen Vorteil gegenüber Popstars genießen.

  •  Naturwissenschaft: Aus den Augen, aus dem Sinn

    Naturwissenschaft: Aus den Augen, aus dem Sinn

    Das Bewusstsein für Naturwissenschaft und wie sie die Welt beeinflusst, ist für zu viele Menschen nicht sichtbar. Etwa vier von zehn Befragten (38 Prozent) sind der Meinung, dass ihr Leben nicht viel anders wäre, wenn es überhaupt keine Naturwissenschaft gäbe. Das ist fast die Hälfte der Bevölkerung. Weniger als ein Viertel glaubt, dass Naturwissenschaft heute einen „vollkommen positiven“ Einfluss auf ihren Alltag ausübt (22 Prozent). Und 66 Prozent denken „wenig bis gar nicht“ über die Auswirkungen der Naturwissenschaft auf ihr tägliches Leben nach.

  • Unterstützer oder Skeptiker der Naturwissenschaft?

    87 Prozent der Menschen auf der ganzen Welt sind von der Naturwissenschaft eher fasziniert als gelangweilt. Anfänglich schien dies eine ermutigende Nachricht zu sein. Als wir dies jedoch weiter hinterfragten, mussten wir feststellen, dass ein Drittel der Menschen (32 Prozent) der Wissenschaft skeptisch gegenübersteht. Negative Auffassungen unter den Skeptikern und ihre Gleichgültigkeit gegenüber der Naturwissenschaft zogen sich durch die gesamte Umfrage. So glauben beispielsweise 77 Prozent der Skeptiker, dass Naturwissenschaft ebenso viele Probleme wie Lösungen herbeiführt – bei den Nicht-Skeptikern glauben das nur 47 Prozent. Und Skeptiker (60 Prozent) glauben sehr viel eher, dass ihr Leben ohne die Naturwissenschaft nicht viel anders wäre (gegenüber 27 Prozent der Nicht-Skeptiker).

  • Naturwissenschaft: unsichtbar und unterschätzt?

    Ungeachtet der allgemeinen Vorteile, die sie uns bietet – wie Sicherheit, Komfort und Vernetzung – ist die Naturwissenschaft, die wir in unserem Alltag erleben, derart allgegenwärtig, dass wir sie ausblenden. Obwohl 63 Prozent Naturwissenschaft als „sehr wichtig“ für die Gesellschaft würdigen, betrachten gerade einmal 46 Prozent der Befragten Wissenschaft als „sehr wichtig“ für ihren persönlichen Alltag. Diese Zahl schrumpft unter weiblichen Befragten sogar noch mehr (nur 42 Prozent denken, dass Wissenschaft sehr wichtig für ihr tägliches Leben sei gegenüber 50 Prozent bei den Männern). Und in den Industrieländern betrachten mit nur 37 Prozent sogar noch weniger Menschen Naturwissenschaft als sehr wichtig in ihrem Alltag (im Vergleich dazu: 56 Prozent in den Schwellenländern).

  • Alle Augen sind auf die nächste Generation gerichtet

    Alle Augen sind auf die nächste Generation gerichtet

    Haben Sie schon einmal einen Freund sagen hören, dass er wünschte, er hätte eine andere Berufslaufbahn gewählt? Es hat sich herausgestellt, dass die Mehrheit (54 Prozent) der erwachsenen Bevölkerung weltweit ganz zufrieden damit ist, keine wissenschaftliche Karriere zu verfolgen. Umgekehrt bedeutet dies, dass nahezu die Hälfte von uns lieber eine wissenschaftliche Laufbahn eingeschlagen hätte. Wenn es jedoch um die nächste Generation geht, sind sich die Erwachsenen einig: 82 Prozent geben an, dass sie „die Kinder ermutigen würden, eine wissenschaftliche Karriere anzustreben“. Warum? Möglicherweise übertragen die Erwachsenen die Verantwortung für die Lösung zukünftiger Probleme auf die nächste Generation oder sie betrachten womöglich eine wissenschaftliche Karriere als eine intelligente Wahl, die der nächsten Generation größere Stabilität und wirtschaftliche Sicherheit bringt. Die nächste Generation hat weltweit eine vereinende Funktion, wenn es um die Ansichten über Naturwissenschaft geht und das unabhängig davon, ob Unterstützer oder Skeptiker befragt wurden.

  • Die Zukunft: märchenhaft oder banal?

    Wenn wir über die Zukunft der Naturwissenschaft sprechen, herrscht Optimismus vor: 66 Prozent der Erwachsenen beschreiben die Auswirkungen der Naturwissenschaft von morgen auf die Gesellschaft als „aufregend“ und 62 Prozent sind der Meinung, dass die besten Tage der Naturwissenschaft noch kommen. Viele von uns glauben an scheinbar mythische Innovationen wie etwa fliegende Autos oder Leben unter Wasser. Junge Erwachsene (18 - 34 Jahre) sind besonders überzeugt: nahezu sechs von zehn (58 Prozent) Personen glauben, dass es fliegende Autos noch zu ihren Lebzeiten geben wird (im Gegensatz zu den 51 Prozent aller Befragten).

  • Fazit: Naturwissenschaft benötigt einen Vorkämpfer

    Die Erkenntnisse aus dem „State of Science Index“ führen 3M zu der Schlussfolgerung, dass Einstellungen und Empfindungen gegenüber Naturwissenschaft komplex sind. Wenn sie die ihr zugedachte Rolle bei der Bewältigung von Herausforderungen spielen soll, dann braucht sie einen neuen Stellenwert im öffentlichen Leben und im Bewusstsein der Menschen. Naturwissenschaft benötigt daher einen Vorkämpfer. Obwohl 87 Prozent der Erwachsenen angeben, von Naturwissenschaft eher begeistert als gelangweilt zu sein, offenbart die Studie ebenfalls erstaunliche Skepsis und Gleichgültigkeit gegenüber Wissenschaft auf der ganzen Welt.

    3M hofft, dass der „State of Science Index“ eine nationale Diskussion über Naturwissenschaft und ihre bedeutende Rolle auf der Welt anstoßen wird. Wir haben nicht alle Antworten, aber wir denken, dass wir die Chance haben, Menschen anzuregen, die Naturwissenschaft, die sie umgibt, bewusster wahrzunehmen, um sich ein richtiges Bild von ihr und ihrem Einfluss auf den Alltag zu machen.

    Wir hoffen, dass diese Informationen klarmachen, wie Image, Einfluss und Erwartungen gegenüber der Naturwissenschaft weltweit wahrgenommen werden.

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