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    Justizministerium der USA unterstützt Umweltbehörde bei der Regulierung von Fluorkohlenwasserstoffen

    März 07, 2017
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    • Mit jeder neuen Regierung kommt eine Flut an politischen und gesetzlichen Veränderungen. Wie es mit der Reduzierung von Fluorkohlenwasserstoff (FKW) unter der Trump-Regierung weitergehen würde, blieb lange im Unklaren.

      Anlässlich einer Anhörung des mexikanischen Chemieherstellers Mexichem und des französischen Chemieunternehmens Arkema vor dem Berufungsgericht in Washington, D.C. verteidigte nun das US-Justizministerium (DOJ) öffentlich die von der US-Umweltschutzbehörde (EPA) im Rahmen des SNAP (Significant New Alternatives Policy)-Programms erlassene Regel, die Verwendung von FKW mit hohem Erderwärmungspotenzial (GWP) einzuschränken. Mexichem und Arkema hatten argumentiert, die US-EPA habe lediglich die Befugnis, den Status von ozonabbauenden Chemikalien, wie zum Beispiel Halon, zu ändern, nicht aber von Stoffen auf der Liste der Substitute, zu denen auch FKW zählen. Laut Greenwire von E&E News vertrat das DOJ die Ansicht, die EPA sei zu Änderungen gesetzlich befugt, wenn die älteren Chemikalien eine Gefährdung von Gesundheit oder Umwelt darstellten. Und da FKW hohe GWP-Werte haben, die einem Vielfachen des Treibhauseffekts von Kohlendioxid entsprechen, hält es das DOJ für gerechtfertigt, dass FKW von der EPA aus diesem Grund von der Liste akzeptabler Substitute genommen werden dürfen.

      Ihr Standpunkt zu diesem Thema scheint nahezulegen, dass der neuen US-Regierung an der Förderung amerikanischer Geschäftsinteressen gelegen ist. Zahlreiche US-Unternehmen, FKW-Produzenten eingeschlossen, sind starke Befürworter einer FKW-Politik und -Reglementierung, die Märkten den Übergang zu nachhaltigeren und profitableren Substituten ermöglicht.

      Einsatz von FKW in der Brandbekämpfung
      Im Hinblick auf den Einsatz von FKW beim Brandschutz holte die EPA Anfang 2016 Stellungnahmen zur Verfügbarkeit von Substituten oder alternativen Technologien oder Verfahren ein, um zukünftig die Nutzung von FKW zu vermeiden.
      Unterdessen prüft die EPA ob erweiterter Handlungsbedarf besteht, und hat in diesem Zusammenhang Informationen zur Verfügbarkeit von FKW-Substituten für den Brandschutz erhalten. Mit der Rückendeckung des US-Justizministeriums für das Weisungsrecht der US-EPA bezüglich der Reglementierung von FKW, darunter FM-200™ und ECARO 25™, scheint die neue Regierung den einst von der Obama-Regierung eingeschlagenen Kurs wiederaufnehmen zu wollen. Wenngleich der Fall noch nicht entschieden ist, darf als gute Nachricht gelten, dass heute Alternativen mit niedrigem GWP verfügbar sind, wie zum Beispiel das 3M™ Novec™ 1230 Feuerlöschmittel (PDF, 1,39 MB), für das keine Verwendungsverbote im Gespräch sind.

      Auf ihrer Website informiert die EPA über den aktuellen Stand der SNAP-Regelungen und den Status von FKW als Feuerlöschmittel.

      HFCs used in solvent cleaning and vapor degreasing applications
      Für konventionelle Lösungsmittelreiniger auf FKW-Basis, wie zum Beispiel Vertrel™ Spezialflüssigkeiten von Chemours, scheint derselbe Weg wie für Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (H-FCKW) vorgezeichnet zu sein. Erfreulicherweise stehen auch für die Lösungsmittelreinigung und Dampfentfettung leistungsfähige Alternativen mit geringem GWP zur Verfügung, die nicht von einer Beschränkung oder schrittweisen Einstellung der Verwendung betroffen sind.
      3M™ Novec™ High-Tech Flüssigkeiten sind ein Beispiel.

      Das Informationsblatt zu den Kigali-Änderungen (PDF, 998 KB) enthält eine ausführliche Zusammenfassung des unter dem Montreal-Protokoll vereinbarten FKW-Ausstiegs.

      ©3M 2017. Alle Rechte vorbehalten.
      3M und Novec sind Marken der 3M Company.
      FM-200 und Vertrel sind Marken der The Chemours Company.
      ECARO ist eine eingetragene Marke der Fike Corporation.
      Alle anderen Marken gehören den jeweiligen Eigentümern.


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